Der Stepvogel

Gehüpft wird immer!

Geburtsbericht – die Große

Ich habe eben Düses Geburtsbericht gelesen und irgendwie ist mir eingefallen, dass ich den von der Großen nie verbloggt habe. Damals gab es den Blog halt noch nicht. Vorneweg: die Geburt lief nicht besonders interventionsfrei ab, anders als die vom Sonntagskind. Ich hab es aber dank unserer tollen Beleghebamme als absolut positives Erlebnis abgespeichert.

Am 08.11. wollten wir wegen unseres Jahrestages abends essen gehen, aber so weit kamen wir ja nicht mehr. Morgens ist der Schleimpropf abgegangen und ich hab sicherheitshalber mal die Kliniktaschen fertig gepackt. Zurecht: denn beim Frühstück machen, ist dann die Fruchtblase geplatzt. Aber so richtig, wie im Film mit gefühlt Welle über Welle über Welle über Welle an Wasser. Kopf noch immer nicht im Becken, Mist.

Shit, also auf die Couch und die Hebamme angerufen. Die kam dann vorbei und wir haben bis mittags gewartet, ob der Kopf ins Becken rutscht und Wehen einsetzen. So richtig ist aber nichts passiert, was wohl auch daran lag, dass ich meine Blase nicht richtig entleeren konnte. Ja, das hier ist ein Geburtsbericht, da liest man sowas. Also um 14 Uhr nach dem Essen einer Pizza mit dem Rtw ins Krankenhaus.

Nach der Eingangsuntersuchung im Krankenhaus, in der die Dame um die 3.600 gr geschätzt wurde, konnte ich mit Druck von aussen dann die Blase entleeren und prompt ist ihr Kopf ins Becken geflutscht. Super, den Rtw hätten wir uns dann gut sparen können. Aber ich konnte einfach nicht im Liegen ins Töpfchen machen.  Es setzten dann auch langsam erste Wehen ein.

Wir sind dann noch eine Stunde spazieren gegangen und die Wehen wurden danach heftiger. Ich hatte aber das Gefühl, dass ich die gut aushalten konnte. Dann war ich gegen 17 Uhr in der Wanne, aber das war für mich nicht das richtige. Ich konnte mich nirgendwo richtig festhalten und fühlte mich den Wehen irgendwie ausgeliefert, also wieder raus.

Dann wieder CTG, da war dann klar, dass es der Maus nicht so gut geht. Also Vorbereitung für Wehentropf und PDA. Als die dann saß, wurden die Herztöne etwas besser. Trotzdem sollte ich mal lieber ein Op-Hemdchen anziehen und hab einen Dauerkatheter gelegt gekriegt. Im Nachhinein weiss ich auch wieso. Wir haben dann was gegessen gegen 19 Uhr und dann nachdem Wehentropf und PDA nochmal nachgelegt worden waren, haben wir mit einer ??? Folge etwas geschlafen. Um 22.30 Uhr waren wir wieder wach,als meine Hebamme uns geweckt hat und mich nochmal untersuchen wollte. Der Muttermund war dann vollständig offen. Yeah.

Die Pressphase fand ich extrem anstrengend, es ging irgendwie nicht richtig vorwärts. Selbst mit Druck von oben nicht. Ich wusste dank der recht hohen PDA (Kaiserschnittvorbereitung halt) einfach nicht, wohin ich pressen sollte. Es war auch viel viel anstrengender als ich vorher gedacht hätte.

Um 23.15 Uhr war es dann aber auch geschafft. Dann war auch klar, warum das Pressen so schwer war und warum die Herztöne so grottig waren. Madame hatte sich die Nabelschnur zweimal ziemlich eng um den Hals gewickelt und ihre Schulter dann noch mit einer weiteren Umschlingung nach oben gebunden. Ich bin auch ziemlich gerissen.

Sie hat auch zuerst nicht richtig geatmet und war total blau. Aber nach etwas absaugen fing sie an zu schreien. Ich hab sie dann auf den Bauch gekriegt und sofort gesehen, ein Mädchen….. mein Mädchen.

Ich wurde dann noch genäht und danach wurde sie noch von meinem Mann  angezogen. Die Maße waren winzige 48 cm und 3.040 gr. Dann hab ich sie gestillt und wir konnten das Wehenzimmer für eine Nacht beziehen, weil auf Station nichts frei war und wir ja eh früh nach Hause wollten.

Später hat mir meine Hebamme anvertraut, dass wir echt mega kurz vor einer Notsectio waren, weil die Herztöne so grottig waren. Daher auch proforma das Klinikhemd und proforma der Katheter.

Trotzdem war die Geburt für mich keine Niederlage. Es hätte ja auch jederzeit anders ausgehen können und doch ein Kaiserschnitt werden. Außerdem habe ich bei der Geburt des Sonntagskindes gemerkt, dass mein Körper das super hinkriegen kann und ich nicht „Schuld“ war, dass es bei der Großen so gelaufen ist.

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Kindermund – Feiertagsoverload?

 Mama, tja, wenn du garstig bist, dann trennen du und Papa sich bestimmt mal. Ich bleibe dann trotzdem bei dir, der Papa kann ja nicht kochen.
😳😳😳

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Kindermund Mundgeruch

Sonntagskind hatte eben die Windel voll. Ich meinte: oh, ich glaube, der hat eine volle Windel. Die Große darauf total trocken: glaub ich nicht. So riecht es auch, wenn ihr ausatmet. Ganz genau so. (Und ich schwöre, ich hab eine ordentliche Mundhygiene)

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Kindermund von Christkindern und Osterhasen

Die Große hat mir heute Morgen im Auto eröffnet, dass es das Christkind nicht gibt, sondern die Eltern und Omas und Opas die Geschenke bringen. Ich hab dann mal gefragt, was mit dem Osterhasen ist.
„Den gibt es natürlich, Mama“. Ich „Aha, warum gibt es denn das Christkind für dich nicht und den Osterhasen schon?“
Sie: „Ja, weil Hasen gibt es ja, aber Menschen mit Flügeln, die dann auch noch fliegen können, nein, das gibt es nicht. Der Osterhase bringt die Sachen halt in einem Korb auf dem Rücken. Mein Fahrrad hatte er unterm Arm. Aber Menschen, die fliegen können, nenene…. „

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Bibi und Tina Kindergeburtstag

Dafür, dass wir unsere Hochzeit echt im kleinen Kreis und ziemlich entspannt abgehalten haben, werde ich einmal im Jahr so richtig doll.

Wenn es wieder Zeit ist für den Kindergeburtstag… Wuuuhaaaa

Die Großer wollte dieses Jahr einen Bibi und Tina Geburtstag feiern. Elsa ist out… sowas von out…also Bibi und Tina. Kann ich mit leben.

Die Deko habe ich bei Kiddinx gekauft. Es gab Servietten, Muffinförmchen, Strohhalme und eine Girlande. Und natürlich Mitgebseltüten. Die habe ich mit Bibi und Tina Pixis, Pferdetattoos, einem Reflektorbutton und Süßkram gefüllt. 

Eigentlich wollte ich noch Poolnudelpferde basteln. Mein Mann erinnerte sich aber daran, das von bei uns in der Nähe Galoppos ausleihen kann. Das hat er auch echt toll organisiert. Und um diese wollten wir den Geburtstag herum planen.

Nach dem Kuchen essen durften die Mädels erstmal etwas frei spielen, dann haben wir eine Schnitzeljagd gemacht. Für meine Fünfjährige war das super, für ein jüngeres Mädchen etwas zu gruselig.

Die beiden Pferde wurden dann aus dem Schuppen befreit. Leider war das Wetter etwas doof, so dass die Kinder erst auf der Straße und dann im Haus gefahren sind. Novemberkinder halt, was willst du machen.

Überraschend kam dann noch mein Patenkind vorbei und hat bei uns übernachtet. Ihre Eltern brauchten uns als Babysitter. Die Kleine ist aber sowas von pflegeleicht, dass die gar nicht groß auffiel.

Dann haben wir passend zur Schnitzeljagd noch Pizza gegessen und dann war die Party schon vorbei. Meine Große war total happy. Ihr Strahlen war echt das allertollste.

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5 Jahre die Große

Mein Mädchen, meine Tochter, mein Häschen.

5 Jahre, das ist unfassbar. Ein halbes Jahrzehnt. Wann ist das denn passiert. Das geht mir doch alles etwas zu schnell.

Du hast dich im letzen Jahr unheimlich gemacht. Du hast Fahrradfahren gelernt, wir gehen nicht mehr zum Babyturnen, sondern du alleine zum Kinderturnen.

Du hast mit Tanzen und Ballett angefangen und liebst die Regeln dabei.

Regeln sind dir immer noch sehr lieb.

Du hast weiterhin ein großes Interesse an Zahlen und Buchstaben. Mama, Papa, Omi, Opi, Oma, Opa, den Namen deines Bruders und deinen Namen kannst du schreiben, andere Worte versuchst du zu lesen.

Du bist eine unheimlich geduldige Schwester und steckst wirklich oft zurück. So wenig eifersüchtig, mein Herz quillt über.

Trotzdem zankt ihr euch manchmal, aber es fängt meistens dein Bruder an.

Im Kindergarten bist du sehr beliebt und nun sogar Gruppensprecherin. Deine Erzieherin meinte neulich, in 20 Berufsjahren hätte sie noch nie ein sozialeres Kind gesehen.

Mit deiner Freundin M. ist es nun ganz große Liebe, obwohl sie ja so viel jünger ist als du seid ihr unzertrennlich. Das ist schön.

Außerdem spielst du nun gerne auf der Straße und fährst da mit dem Nachbarsmädchen rum. Oder malst mit Kreide. Malen machst du in letzter Zeit wirklich auch toll.

Beim Fernsehen stehen nun Mia and me oder Bibi und Tina hoch im Kurs. Oder Vaiana, „weil die so toll mutig ist, Mama“.

Du bist weiterhin sehr sensibel und mitfühlend. Neulich warst du furchtbar traurig, dass ich (hoffentlich!!!!) mal vor dir sterbe.

Manchmal scheinst du Stress zu haben und knabberst auf deinen Händen herum. Ich versuche, dir extra viel Körperkontakt zu geben.

Beim Essen probierst du deutlich mehr und magst nun auch Salat und Fleisch ganz gerne. Immerhin.

Du hast einen riesen Schuss gemacht und bist nun eher groß und super drahtig. Wie ein Fohlen hören wir oft.

Du tanzt und hüpfst durch das Leben, das hat deine Erzieherin neulich sehr beeindruckt.

Du hast seit neuestem einen Hexenzahn. Du hast dir bei einem Sturz eine Ecke rausgehauen und warst super tapfer beim Zahnarzt. Aber du wolltest von OmiOpi sofort „zu Mama auf den Arm“.

Du schläfst durch (höchstens einmal im Monat wirst du wegen etwas wach). Das kam so: Es wurde in unserem Bett echt zu eng. Da haben wir dir angeboten, dass du gerne rüber kommen kannst, aber dann in das freie Babybett musst (30 cm entfernt). Das hast du 2 Nächte gemacht und dann war es dir zu doof. Einschlafen magst du aber immer noch nicht alleine und das ist okay, mein Mädchen, du wirst mich nicht ewig da sitzen haben wollen.

 Ach mein Mädchen, lass dir ruhig noch etwas Zeit.

Ich liebe dich!

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Kindermund zum Wochenende

Die Große hat gestern unser Babyturnkonzept abgecheckt (wir gehen im Wechsel mit dem Sonntagskind hin): „einmal geht Mama zum Babyturnen, dann Papa, dann Mama, dann Papa und dann ist das Leben vorbei.“

Over and out!

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4 Jahre „die Große“

Meine Große, meine Erstgeborene, mein Jahrestagsbaby.

4 Jahre wirst du heute alt und ich bin fassungslos, wie schnell das ging.

Es kommt mir vor wie gestern, als mir morgens an unserem Jahrestag der Schleimpropf abging und ich mal sicherheitshalber schnell alles in die Kliniktasche gepackt habe. Und kurz danach ist dann die Fruchtblase geplatzt, so richtig wie im Film mit viel Wasser, klar, Kopf nicht mal ansatzweise im Becken.

Einige viele Stunden später lagst du auf meiner Brust und die wunderbarste Hebamme aller Zeiten hat mich gebeten, nun doch endlich nachzusehen, was du bist. Ich war ja sicher, dass du ein Leo (nach meinen geliebten Opi) bist, aber nein, du warst das von mir doch etwas lieber herbei gewünschte Mädchen. Mein Mädchen, meine Tochter.

Und nun bist du schon 4 Jahre alt? Wo ist die Zeit geblieben?

Du bist eine richtige kleine Dame geworden oder je nach Verfassung auch eine rotzfreche Kindergartengöre.

Du und dein Sprachschatz erstaunt mich immer wieder und ich mag es, mich mit dir zu unterhalten, mit dir zu singen und Wörter zu suchen. Im Moment stehst du total darauf, einsilbige Tiere zu finden, um zu singen (frei nach „ein Schneider fing ne Maus“) „die Große ist ein Spatz, die Große ist ein Spatz, die Große ist ein Spahahaaatz, Spispaspaahaatz, die Große ist ein Spatz“.

Du bist Elsa und Hello Kitty Fan und es macht dir großen Spaß aufzuzählen, was du jeweils davon hast. Dank meiner Eltern etwas zu viel, aber naja.

Du bist Gemüseverweigerin, dafür aber Würstchen, Grillkäse und Salamiesserin. Und natürlich Ketchupfan. Du magst lieber herzhaft als süß, aber ein Schokoeis geht immer.

Du bist weiterhin ein Leichtgewicht. Hast aber Größenmäßig mittlerweile total aufgeholt und bist nun im total normalen Mittelfeld.

Du schläfst mittlerweile fast immer alleine ein und kommst doch noch jede Nacht rüber, um dich in das „Beispielbett“ zu kuscheln. Die Füße dann auf meine Seite unter meine Decke gesteckt. Auch wenn ich nichts gegen eine störungsfreie Nacht hätte, eigentlich mag ich es doch.

Du bestehst auf Routinen. Morgens rufen wir dann zusammen den Kakaodino, der eine Kakaoflasche ins Bett bringt. Damals wegen Verstopfung und Movicol eingeführt, ist es weiterhin dein Start in den Tag und du lässt dich nicht davon abbringen.

Du bist stur und eine Trödellise. Dich morgens fertig zu machen kann ewig dauern, es sei denn, man spielt den Anziehwettbewerb.

Du bist eine unheimlich tolle große Schwester. Manchmal etwas überschwänglich, sodass das Sonntagskind doch öfter mal umkippt, aber du verteidigst deinen Bruder und sein Spielzeug vehement bei anderen Babys.

Du bist großherzig und teilst dein Spielzeug und dein Essen mit allen.

Du bist eine leidenschaftliche Sammlerin von Blumen, Stöcken, Steinen, Blättern, Eicheln. Die machst du gerne als Geschenk und kriegst manchmal nicht mit, dass wir die heimlich entsorgen.

Du bist sensibel. Lautstärke und zuviel Trubel im Kindergarten bekommen dir nicht. Auch von großen wilden Jungs hälst du dich lieber fern.

Du hast keine beste Freundin im Kindergarten, bist aber bei allen beliebt und spielst mit allen.

Du fährst Laufrad und Roller wie eine 1, scheust aber den Umstieg aufs Fahrrad.

Du kannst super balancieren und klettern und bist eine Wasserratte.

Du bist verlässlich. So verlässlich, dass du in unserer Spielstraße in der Einfahrt spielen darfst und auch schonmal auf die Straße gehen. Du schaust ganz brav und sobald ein Auto kommt, gehst du zur Seite.

Du stehst auch selber auf Verlässlichkeit. Wenn man dir etwas verspricht, dann muss man es auch halten und du denkst dann da auch selber dran.

Du bist eine gute Einkaufsbegleiterin, du bettelst nicht und machst keinen Aufstand und freust dich doch, wenn du dir bei DM oder Rewe was aussuchen darsft.  Du bedienst auch sehr gerne den Aldibrezelautomaten.

Du bist eher unkuschelig, aber wenn dann drückst du dich ganz fest an mich. Du kraulst meinen Rücken mit Hingabe und wirst auch gerne gekrault oder massiert.

Du hast ein Wahnsinnsgedächtnis und holst auf Monate später Geschichten hervor. Du kennst auch fast alle Kinder in deinem riesen Kindergarten mit Namen.

Du bist eine kleine Klugscheißerin und belehrst andere gerne. Ganz die Mama halt.

Du bist außerdem Rechthaberin und kannst nicht eingestehen, wenn was nicht stimmt. Auch hier leider ganz die Mama.

Kurzum: Du bist mit deinem Bruder zusammen das Beste, was uns passiert ist! Ich liebe Dich!

 

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