Der Stepvogel

Gehüpft wird immer!

12 Wochen Sonntagskind

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Ich kann das ja nicht jedes Mal schreiben, wie schnell das alles geht. Aber boah, geht das schnell mit dir.

Was in der Zeit passiert ist:
So eeeeeeiniges. (Stilldemenz mäßig schaut die Mama immer erst in den Kalender).
Mama ist wieder voll aktiv und hat mit dem Rückbildungskurs angefangen. In der Zeit bleibst du dann bei Papa und OmiOpi im Büro. Bisher kam das mit den Stillzeiten auch immer so hin,  dass du da kein Fläschchen brauchst.

Fläschchen klappt ja jetzt ein Glück problemlos, sodass ich deutlich weniger angebunden bin. Ich will das zwar nicht übertreiben, aber ab und an mal wegzukönnen, das finde ich schon schön.

So haben wir das auch direkt ausgenutzt und waren auf einem Konzert. Nicht, dass du davon was mitgekriegt hättest, denn du verschliefst den Ausgang der Eltern komplett.

Weil das so gut klappt, kommt jetzt deine Oma (also meine Schwiegermutter) an den Nachmittagen, wo ich die Große habe und sittet dich. Dann kann Mama mit deiner Schwester zum Turnen oder Einkaufen etc. und du wirst bespaßt und lernst die nicht Bürogroßeltern auch besser kennen. Und da Oma die Fräulein Hübsch bedienen kann, kriegt sie auch deine Müdigkeitsanfälle gut geschaukelt.

Wir hatten Besuch von Mamas Halbschwester (die ist 12). Eigentlich wollten wir  Rodeln fahren nach Winterberg, bei 3 Grad, Dauerregen und Sturm haben wir es uns dann aber geklemmt. Dafür waren wir dann Shoppen. Man, drei Kinder ist schon eine Nummer, als abends alle 3 im Bett lagen (zuerst du, dann deine Schwester, dann die Tante), hat die Mama einmal laut durchgeschnauft. Und ist dann selber schlafen gegangen. Morgens haben aber alle 3 Kinder bis 9 geschlafen, easypopeasy.

Mama hat dann nicht nur mit dem Rückbildungskurs angefangen, sondern Anfang Februar auch mit ihrem Sportkurs. Wie schon beim Konzert völlig hin- und hergerissen zwischen „aaaah, mein armes Baby, ich kann es nicht im Stich lassen, es gehlt mir so“ und „yeah, Ausgang, nur die Mama und es wird gehüpft und gesteppt und gebodyshaped“ (ein kleiner Teil „Ach du Kacke, bin ich unfit“ war auch dabei).

Karnveval war noch. Das war so mittel. Vorsichtig ausgedrückt. Deine Schwester hat mal wieder gebockt und war dann Altweiber das einzige unverkleidete Kind in der Kita, naja…. Freitag war dann kein Kindergarten und Samstag haben wir die neugeborene zweite Tochter von Freunden besucht. Die Große und deren Große haben schön gespielt (gut, mit der Ausnahme, dass unser Freund den Mädchen im Spaß erklärt hat, dass ein Luffaschwamm eine Klobürste sei und kurz danach das verdächtige Gekicher zeugte, dass so ein Dekoding tatsächlich eine passable Klobürste abgibt. Ironie ist halt nichts für 2 und 3 Jährige.

Samstag abend war deine Schwester dann plötzlich fiebrig und hat dann von Samstag bis Donnerstag echt in den Seilen gehangen, mit richtig Fieber und Blendempfindlichkeit und Kopfschmerzen. Der Kinderarzt (der uns sonst eigentlich nur zu den Us sieht) hatte erst Verdacht auf Hinrhautentzündung. Hat sich aber ein Glück nicht bewahrheitet. Warf wohl nur ein dicker viraler Infekt.

Sonntag hat Mama mit dir dann schnell Reißaus genommen und ist mit dir nach Aachen zum Karnevalsfeiern gefahren. Bei einem Freund ab Mittags. Du bist echt ein Partybaby. Je mehr los ist, desto besser.

Wie du schläfst:
Auch hier: tagsüber weiter in der Trage. Allerdings hat sich Mama eine neue gebrauchte Babyroo Fullbuckle zugelegt. Die haben wir in größer schon für die Schwester und jetzt auch in Babysize für dich. Denn die Fräullein Hübsch hat mir vermehrt Schulterschmerzen gemacht, nur links und nur an einer Stelle. Aber das war schon bei der Großen damals so. Für 100 EUR gebraucht inkl. Versand war die Neue aber ein echter Schnapper.

Abends weiterhin brav im Bett. Das ist so genial. Wir haben dann abends erst Zeit für die Große und dann anschließend sogar Zeit um auf der Couch herum zu lümmeln. Nur eine Sache ist im Moment (die letzten 2-3 Nächte) etwas nervig. Nach der ersten langen Schlafzeit bis ca. 24 Uhr kommst du um 02, um 03, um 05 und um 06. Oder du dauerstillst auch gerne. Aber wir wollen nicht meckern, da ich im Liegen stille und oft einfach weiterschlafe.

Was du kannst:
Im Kinderwagen liegen und Blätter und Hauswände bestaunen. Während man anfangs ja meinen konnte, der Kinderwagen sei mit Dornen bestickt, so liegst du nun gerne drin. Mama war mit dir und der Schwester schon mehrfach beim Bäcker morgens (dank Buggyboard ist das auch für die Große machbar) oder mit dir bei ihrem Allergiearzt. Man darf nur nicht denken, dasss du dann schnell einschläfst. Das geht nur, wenn man deine kleinen wissbegierigen Augen zudeckt. Also Mütze runter und dann wird kurz etwas geschnorchelt. Aber schauen, schauen, schauen ist so viel besser.

Schnuffeln mit dem Spucktuch. Am liebsten hast du dein Spucktuch in den Händen und ziehst es hoch bis zu deinem Näschen. So ganz gezielt sieht das greifen noch nicht aus, aber das kommt langsam.

Dich Wachschreien. Du bist echt kein Aufwachtyp. Morgens wird erstmal 10 Minuten geschriehen, dann öffnest du die Augen und dann strahlst du. Auch aus den Tagschläfchen wirst du schlecht wach, viel Gequitsche, Geschnuffel und Gekrümme.

Deine Maße:
Ich schätze mal 62 cm und 5 kg, in 2 Wochen ist U4, dann wissen wir mehr. Jedenfalls trägst du nur noch 62 und auch schon gut Windelgröße 3. In 68 liegt eine wunderbare kuschelige Alanajacke bereit, aber die ist dir doch noch etwas groß.

Und was ist mit der Mama?
Ich bin sporttechnisch wieder voll am Start. Montags Kinderturnen (ja, das ist auch für die Mama anstrengend), Mittwochs meine Sportkurse, Freitags Rückbildungsgymnastik (bis auf letztes Mal, da hab ich wegen der Arbeit geschäwnzt), dann noch 1-2x am Wochenende Shred. Mit Hüpfen bin ich noch etwas zurückhaltend, da merke ich schon noch, dass der Beckenboden noch nicht wieder total okay ist. Aber viiiiel besser als bei der Großen um die Zeit. Da merkt man die leichtere Entbindung, glaube ich.

Der Haarausfall wird langsam weniger. Die Haare leider auch. Leider ist meine Haut vom Schwangerschaftsmodus wieder in den Teeniemodus geschaltet. Pickel mit Mitte 30 sind auch eher so mnmmm.

Das mit der Abnehmerei geht langsam voran, im Schnitt 400 Gramm die Woche. Aber ich hab ja auch so viele Punkte, dass eine dollere Abnahme nicht drin ist. Soll man ja in der Stillzeit auch nicht. Aber nach einer Woche Stillstand und sogar einer Woche Zunahme sind es jetzt noch 1,3 kg zum Vorschwangerschaftsgewicht. Die will ich in jedem Fall noch runter haben und dann vielleicht noch 2-3 Extrakilos.

Ich hab im Kleiderschrank eine nette Überraschung gefunden. Ich hatte zu Beginn der Schwangerschaft 2 Hosen gekauft, die dann aber wegen des zügig wachsenden Bauchs nicht mehr tragbar waren. So hab ich jetzt 2 fast neue Hosen im Lieblingsschnitt im Schrank. Da der Schnitt beim schwedischen Klamottenladen aber wohl aussortiert wird, hab ich mir schnell nochmal 3 Stück zugelegt. Dabei eine in einer Nummer enger. Man muss ja Anreize setzen.

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Quarkbrötchen für Punktezähler

Ich erwähnte ja neulich, dass ich dem Babyspeck den Kampf angesagt habe. Dazu hab ich mich bei einem bekannten Onlineangebot angemeldet… Ich sag nur WW.

Generell komme ich dank der Stillerei super klar. Nur finde ich, dass Brot und Brötchen relativ doll „bestraft“ werden. In der Rezeptdatenbank hab ich ein Rezept gefunden und abgespeichert.

Heute (Rosenmontag an dem allerlei Züge abgesagt worden waren und das Großkind krank) hab ich mal zackig die Kitchenaid angeschmissen und los gebacken. Irgendwas muss man ja machen.

Für 18 Brötchen braucht man:
– 500 gr Mehl (bei mir 420 gr. normales Weizenmehl und wegen „Dose leer“ noch 80 gr. Roggenvollkornmehl)
– 500 gr. Magerquark (im Rezept ist von 520 gr die Rede, aber 500 gr sind ein großes Paket, muss reichen)
– 1 Päckchen Backpulver
– 1 EL Salz
– 2 Eier.

Den Ofen auf 160 Grad Umluft vorheizen.

Alle Zutaten zusammenrühren.

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Ich siebe ja bekennendermaßen nichts. Soll die Maschine rühren.

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18 Brötchen formen. Der Teig klebt etwas, also vielleicht nächstes Mal besser mit nassen Händen.

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Dann einschneiden, ich habe die Hälfte kreuzweise und die andere Hälfte rheinisch mit nur einem Schnitt versehen.

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Mit Wasser bepinseln und 30 Minuten backen. Man könnte bestimmt noch Sesam oder Mohn nehmen. Nächstes Mal.

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Ein Brötchen gibt es heute Abend, eins morgen früh, ein paar nehme ich meiner Mutter mit (die zählt auch) und der Rest wird eingefroren, damit ich demnächst am WE davon essen kann.

Sie riechen schonmal toll und sehen nett aus.

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Ausgang mit den Donots

Keine Sorge, das wird hier kein Konzertreviewblog, aber ab und an darf es ja mal was anderes sein. Ich kann ja nicht nur immer Backen und Babyupdates schreiben. Und meine Sportkurse haben noch nicht wieder angefangen.

Kurz vor der Entbindung hatte ich gesehen, dass die Donots im Januar nach Düsseldorf kommen. Voreilig hab ich einfach mal 2 Tickets gekauft und gedacht: na, im schlimmsten Fall lassen wir die verfallen. Da es ein Samstag war, bot sich das doch an.

Der 23.01. kam schneller als gedacht (warum bitte geht das beim 2. Kind alles nochmal so viel schneller?). Auf der einen Seite hatte ich total Lust, aber das Baby abends schon alleine lassen, huuuh, das war doch schwierig.

Da der kleine Mann ja abends (und nur abends) ein echtes Goldstück ist, hab ich ihn gestillt und ins Beistellbett verfrachtet. Den Großeltern und dem großen Kind noch schnell eine Pizza in den Ofen geschoben und ab ging die Fahrt nach Düsseldorf. Gar nicht weiter nachdenken.

Nach der riesen Schlange vor den Eingang folgte eine riesen Schlange an der Garderobe, aber dann war es endlich geschafft. Klo hab ich mir verkniffen, da war nämlich auch eine Riesenschlange.

Was dann folgte, waren 2 h Punkrock, Gehüpfe und gute Laune vom allerfeinsten. Wer auf rockige Musik steht, der möge sich die Herren aus Ibbenbüren unbedingt mal ansehen, die geben echt Gas, gerade das neue Album in Deutsch ist ein Brett. Höhepunkt: als das Publikum aufgefordert wurde, nackt nach vorne gecrowdgesurft (gecrowdsurft???) zu kommen, um 10x freien Eintrit zu kriegen. Hat sich tatsächlich einer gefunden. Oder als Ingo sich zur Theke tragen ließ, einen Jägermeister bekam und mit dem zurück gecrowd…ach ihr wisst schon…. ist.

Es war einfach nur nett und spaßig. Zuhause angekommen, schliefen beide Kinder (das Große hatte die Großeltern reingelegt und behauptet, sie habe immer die Tür auf zum Einschlafen). Der Kurze wurde etwas danach wach und wurde dann von einer sehr glücklichen Mutti gestillt.
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Hier nackter Mann rechts im Bilde

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