Der Stepvogel

Gehüpft wird immer!

Geburtsbericht

So, nachdem ich gerade Mann und Babybrüderchen ins Bett verfrachtet habe, wage ich mich mal an den Geburtsbericht. 😀 Vorsicht, es wird lang, aber harmlos!

Ab Et-3 (alle Daten nach dem FÄ Datum) hatte ich tagsüber ca. alle halbe Stunde gut aushaltbare Wehen. Abends und nachts wurden die dann immer weniger, um am nächsten Tag wieder zu kommen. Die VU bei Et-3 hat gezeigt, dass der Kopf schön im Becken und der Muttermund ganz weich ist. Meine Sorge, dass es wie bei der Großen läuft, mit Blasensprung, Kopf nichtmal ansatzweise im Becken und Liegenstransport waren damit unbegründet.
Ab Mittwochs (also Et + 2) kamen die Wehen dann sogar schon alle 15 Minuten. Das CTG war weiter unauffällig. Freitags hatte ich dann wieder CTG und hab dazu eine Zeichnungsblutung bekommen. Ich hab dann nochmal schnell zu Hause den Wäschekorb leer gewaschen, in der Hoffnung, dass es nun losginge. War aber dann doch nichts. 
Samstag waren wir dann noch mit der Großen im Zoo ( es lebe unsere Jahreskarte), ich hab weiter leicht vor mich hin geblutet, aber die Wehen wurden nicht häufiger. Sonntag Morgen bin ich dann von Wehen alle 7 Minuten geweckt worden und hab gleich gemerkt, dass die Intensität eine andere ist.
Auch die Blutung hat nochmal eine Schippe drauf gelegt. Mein Mann hat dann die Große zu meinen Eltern gebracht. Mittlerweile musste ich bei den Wehen schon bewusst atmen, die Häufigkeit hat sich auf ca. alle 6-7 Minuten eingependelt. Ich sollte ja eh Sonntag noch zum CTG und als die Blutung dann nochmal stärker wurde, sind wir dann doch ins KH gefahren. Um 15 h waren wir da und es wurde nochmal CTG geschrieben und ich wurde untersucht. Muttermund war schon 3-4 cm auf, wir fahren also nicht mehr heim. Wir haben dann ein Zimmer auf Station bekommen und ich hab vor mich hingeweht und die Wehen vertönt. Immer auf die Fensterbank gestützt und das Becken kreisen lassen. Die Wehen an sich waren deutlich schmerzhafter, aber immer noch nur alle 5 Minuten.

Um kurz nach 5 kam die Oberärztin rein (gerade in einer Wehenpause), um sich zu verabschieden, sie hätte aber Hintergrunddienst und käme dann nachts zur Geburt dazu. Ich solle mich um 18 h nochmal zum Kreissaal begeben, um ein CTG zu machen. Ich hab mich locker von ihr verabschiedet.
Um 20 nach 5 hab ich dann zu meinem Mann gesagt, dass ich aber jetzt auch einen ordentlich Druck verspüre und dann doch lieber jetzt schon rüber gehe. Bevor die Hebamme mich ans CTG anhängen konnte, hatte ich eine Wehe an der Fensterbank, woraufhin die Oberärztin den Kopf durch die Tür schob und „Ach, doch so zügig“ rief. Ich hab dann (wieder in einer Wehenpause) gescherzt, dass sie so natürlich nie in den Feierabend käme.

Die Hebamme hat mich dann untersucht und den Muttermund als vollständig eröffnet getastet, mit meinem Einverständnis hat sie dann mit der nächsten Wehe die Fruchtblase gesprengt, in der Hoffnung, dass die Wehen dann etwas zügiger kämen. Die Hebamme war wirklich toll und hat sofort gemerkt, dass es mir im Stehen am besten geht und sofort eine Entbindung im Stehen vorgeschlagen und mir das Kreisbett auf Fensterbankhöhe und Art eingestellt. 

Beim Mitschieben passierte dann aber nicht so viel. Auch in der Hocke tat sich nicht wirklich was. Und die Wehen waren (trotz Akupunktur und Fruchtblasesprengen) immer noch nur alle 5 Minuten. Ich merkte, dass mir die Kräfte schwinden. Die Oberärztin merkte das auch und fragte mich, ob ich ganz kurz an den Wehentropf will. Ich wollte und versuchte es dann mal in Seitenlage (meine Beine zittern extrem und ich fühle mich langsam ganz schlapp) auf dem Bett. So hat Es dann geklappt. Die Hebamme hat mich  etwas gebremst und den Damm geschützt. Sie meinte noch in einer der Pausen, dass ich aberviel Sport gemacht hätte, in der Schwangerschaft. 

Dann habe ich noch 3-4 Presswehen, die extrem anstrengend sind und das Köpfchen ist da. Zwischen den Wehen muss ich hecheln, weil ich keine Luft kriege und habe kurzzeitig das Gefühl, dass ich jetzt leider an Atemnot sterben müsste. Ich beschwer mich noch, dass das alles aber sehr anstrengend sei. Dann ist es auch schon geschafft und der Körper wird geboren, es ist 18:17 h. Die Nabelschnur ist recht kurz, daher durchtrennt mein Mann sie schnell. Das Babybrüderchen liegt in der Zeit auf meinem Bauch, ich kann ihn dann etwas höher auf meine Brust legen und bin einfach nur erleichtert und froh. Kurze Zeit später wird dann die Plazenta geboren. Die Oberärztin und die Hebamme sind begeistert, wie schnell das alles lief. Die Oberärztin meinte, sie habe selten eine Frau gesehen, die zwischen den Wehen so gut gelaunt gewesen sei. Und das war ich auch die ganze Zeit. Ich war einfach nur begeistert, wie gut mein Körper das geregelt hat und dass ich nach der eher interventionsreichen ersten Geburt nun so eine entspannte, schnelle Geburt haben durfte. Klar, die einzelnen Wehen waren schmerzhaft und die Pressphase hat mich gefühlt fast an meine Grenze gebracht, aber irgenwie haben mein Körper und ich zusammen gearbeitet, das war super.

Ich bin ganz leicht gerissen. Oberärztin meinte, man könnte es fast so lassen, entscheidet sich dann aber doch für ein paar Stiche. Au, das ziept.

Der Kleine wird in der Zeit vermessen, KU 35 cm, 3.400 gr. und 52 cm.

Dann werde ich gereinigt und aufs Bett umgelagert.

Dann ist mein Kreislauf doch ziemlich im Keller und ich hab Schüttelfrost. Die Hebamme macht mir ein Kirschkernkisen warm und wir werden in anderen Kreissaal verlegt (das ist der kleinste, der eher nicht für Entbindungen genutzt wird).

Ich habe Hunger wie ein Wolf und mein Mann plündert noch das Abendessenbuffet. Und nimmt alles an Resten mit, was geht. Ich lege den Kleinen in der Zeit das erste Mal an und das klappt direkt super.

Nach einiger Zeit wird erangezogen und ich gehe auf Klo und im Anschluss werden wir für eine Nacht auf Station gefahren. Eigentlich wollten wir ja ambulant gehen, aber da nach 6 h noch die Sauerstoffsättigung gemessen werden muss und es dann kurz nach Mitternacht wäre, haben wir uns für eine Nacht im Familienzimmer entschiefen.

Das war dann aber auch die einzige Nacht, es ist dermaßen unruhig, ein Baby schreit ständig, ständig klappert jemand im Gang herum, ich komme nicht zur Ruhe.

Montag morgens wird das Babybrüderchen noch kurz durch den Kinderarzt untersucht, ich von der Oberärztin, die auch schon wieder da ist. 

Dann frühstücken wir und gehen um kurz nach 10 nach Hause.

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Wir sind zu viert

Nur in Kürze: wir sind seit gestern Abend zu viert.

Es war eine anstrengende aber wundervolle Geburt. Jetzt ruhen wir uns auf der heimischen Couch aus.

Geburtsbericht folgt in Kürze!

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Kindermund mal wieder

Ich hab letztes Wochenende am Tisch gesessen und meine Nägel lackiert und gesurft. Mein Mann war mit der Großen im Garten und hat ihr wohl erzählt, dass ich gerade aufräume.
Sie kam kurz danach wieder rein, hat sich den (von ihr mit der Schere und Papier) vollgeschnipselten Esstisch angeschaut und sagt entrüstet: Wie sieht es denn hier aus? Ich dachte, du räumst auf!

😎

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10. VU bei 37+6

Okay, okay, die 9. VU hab ich einfach geschludert. Irgendwie hab ich es nicht geschafft, die zu verbloggen. Aber bei VU im 2 Wochenrhytmus ist das auch nicht so tragisch.

Schwangerschaftswoche: 38. SSW, 37+6 (laut Mutterpass und FÄ 38+1)

Babygröße: Laut Femurlänge knapp 49 cm
Babygewicht: ca. 3.050 gr
Untersuchungen:
Der Kopf ist langsam etwas tiefer gerutscht, der GMH aber immer noch bei knapp 4 cm. Aber es tut sich was, immerhin. Das CTG war okay, alelrdings war der kleine Knopf zwischendurch sehr aufgeregt, was mir jetzt eine etwas frühere nächste VU beschert hat, falls übers Wochenende vor dem Termin nochmal Kontrollbedürftigkeit sei.
Gewicht: + 13,5 kg auf der Waage der Ärztin. Ich denke, ich werde bei +- 15 kg landen, was völlig okay ist. Bei der Großen hatte ich zum Schluss die 80 kg geknackt, da wäre ich nicht traurig, wenn es diesmal anders liefe, aber letztlich auch irgendwie egal.
Körper & Bauch:
Von wegen „letztes Mal Sportkurs“, ich hab meine Vertretung dann nochmal vertreten müssen. Dafür bii ich nicht mehr zur letzten Yogastunde gegangen, da mir das Liegen auf dem Rücken nicht mehr gut tut. Daher sind auch die Nächte nicht mehr so der Bringer. Ich wälze mich von der einen auf die andere Seite und bräuchte wohl zum Umdrehen so ein Trapez über dem Bett. Oder einen Gabelstapler. Aber andererseits ist es ja nun wirklich nicht mehr lange.
Ansonsten genieße ich die letzten Tage ganz bewusst, ich bin schon etwas wehmütig. Beim ersten Kind weiß man ja, dass man die Chance eventuell nochmal kriegt, aber nach dem Beginn dieser Schwangerschaft und mit unseren Vollzeitjobs wird es wohl unser letztes Kind sein. Das macht mich schon manchmal wehmütig.
Essen?
Viele Plätzchen, da meine Mutter in die Weihnachtsproduktion eingestiegen ist. Auf der Waage hat das aber noch keine allzuschlimmen Konsequenzen. Liegt wohl auch daran, dass ich wegen des gequetschten Magens nur kleine Portionen essen kann. Neulich haben wir mit einem Freund Pizza bestellt, ich hab eh nur eine kleine genommen und selbst die gerade mal zur Hälfte geschafft, erbärmlich 🙂
Was gekauft?
Eine Tragejacke, die ich zu Weihnachten von meiner Mutter bekomme. Meine alte Jacke war wirklich, wirklich hässlich, die hab ich selber bei ebay gekauft und sie nun mit einem Miniabstrich bei Ebaykleinanzeigen verkauft. Klar, die wäre noch gegangen, aber so ein tolles Weihnachtsgeschenk ❤
Und sonst so?
Geburtsanmeldung check, Nonomo aufgehängt check, Akupunkturtermine check, IKEA Einkauf mit Kleinkram check…. Vor der Entbindung steht jetzt noch eine Fortbildung in 2 Tagen und dann noch der Geburtstag der Großen in 5 Tagen. Wobei mein Mann und ich an dem Tag auch noch Jahrestag haben, aber der fällt dann wohl aus dieses Jahr 🙂 Sonst sind wir manchmal später noch essen gegangen, aber ich brauche jetzt nicht noch mehr Termine.

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